Google+

Minimalinversive Chirurgie

Warum MIC und was kann sie in der Gynäkologie leisten?!

 

In der Gynäkologie ergeben sich relativ viele Gründe kleinere Eingriffe im Becken durchzuführen. Vor 15 Jahren war es durchaus noch normal, gutartige Eierstocktumore oder Eileitererkrankungen am offenen Bauch zu operieren. In den meisten Häusern werden diese Eingriffe heute endoskopisch durchgeführt. Über diese Anwendung hinaus sind auch viele weitere Eingriffe in geübter Hand möglich. Unter dem Artikel Gebärmutterentfernung haben wir bereits die Vorzüge des Verfahrens beschrieben.

Soll die Gebärmutter erhalten bleiben, können auch Myome (gutartige Muskelgeschwulste der Gebärmutter) auf endoskopischem Weg aus der Gebärmutter ausgeschält und geborgen werden. Bei adäquater Nahttechnik ist der Wundverschluss dem offenen Vorgehen gleichwertig.

Daneben sind weniger Verklebungen im Bauchraum nach dem Eingriff zu erwarten.

Die Streckung der Scheide mittels der Pektopexie oder der sog. Sacropexie stellt von Ausdehnung und Verletzungsgrad her einen eher kleinen Eingriff im Becken dar. Da die Nahttechnik bei dieser Operation auf endoskopischem Weg sehr aufwendig ist, wird der Eingriff überwiegend noch am offenen Bauch ausgeführt. Mit entsprechendem „know how“ ist dies aber auch endoskopisch durchführbar und wird von uns bevorzugt angewendet.

Besteht bei der Senkung der vorderen Scheidenwand (Blasensenkung/ Zystocele) ein seitlicher Defekt, sollte auf keinen Fall eine so genannte vordere Plastik durchgeführt werden. Der Defekt kann gut durch Nähte seitlich der vorderen Blasenaufhängung behoben werden. Auch hier halten wir einen Bauchschnitt für unverhältnismäßig.

Durch den Einsatz der MIC können auch große Leibschnitte bei Gebärmutterkrebs vermieden werden. So profitieren vor allem adipöse ältere Damen, die am häufigsten von Gebärmutterschleimhautkrebs betroffen sind, da die typischen Wundheilungsstörungen bei Adipositas i.d.R. vermieden werden. Wir sind in der Lage, neben der Entfernung von Eierstöcken und Gebärmutter in diesen Fällen auch eine endoskopische Lymphknotenentfernung durchzuführen.

Nahezu das gesamte Spektrum der gynäkologischen Operationen ist somit endoskopisch durchführbar. Wir freuen uns, Ihnen all diese Verfahren anbieten zu können. Wenn Sie abklären möchten, ob auch für Sie ein endoskopisches Operationsverfahren in Frage kommt, reicht eine Überweisung zur Vorstellung bei unserem Chefarzt Priv.Doz. Dr. med. Günter Noé und den Oberärzten der Klinik.

Zurück Weiterempfehlen Seite drucken